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    Maori – Geschichte, Traditionen, Religion und modernes Leben

    traditional-hongi © Chris Sisarich

    Traditionelle Begrüßung in Neuseeland – der Hongi

    Viele Jahre bevor die ersten Europäer den Fuß an Land setzten, kamen die Maori nach Neuseeland. Wo sie genau herkommen ist nicht exakt zu bestimmen, aber es wird angenommen, dass die Krieger mit Kanus von Französisch Polynesien zwischen 500 und 1300 nach Christus kamen und nach den Sternen und dem Mond navigierten. Doch sie waren nicht die ersten Einwohner Neuseelands. Es sind Überreste von einem Volk, ebenfalls aus Polynesien, gefunden worden, die wir Morimori nennen. Sie kamen bereits um 1200 vor Christus nach Neuseeland. Im Laufe der Jahrhunderte sind die beiden Völker miteinander verschmolzen. Die Maori lebten jahrhundertelang in Stämmen den sogenannten „Tribes“, die über beide Inseln verbreitet waren. Sie waren Krieger aus Leidenschaft und daher auch nicht als friedsames Völkchen bekannt. Regelmäßig wurden Kriege geführt und Gefangene aus feindlichen Stämmen zu Sklaven gemacht. Manchmal wurden die Sklaven an die Götter geopfert.

     

     

    rotorua-wandern-guide

    Ein Maori-Guide für die Wanderung durch den Whirinaki-Forest

    Heutzutage sind etwa 14% der 4,5 Millionen Einwohner Neuseelands Vollblut-Maori und ihre Kunst und Traditionen sind ein wichtiger Teil der neuseeländischen Kultur. Maori ist zusammen mit Englisch noch immer eine offizielle Sprache Neuseelands, auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung nur noch Englisch spricht. Die Maori verehren mehrere Götter. Alles beginnt bei Rangi (Vater Himmel) und Papa (Mutter Erde). Aus beiden Göttern entstanden 70 weitere Götter. Nach der Mythologie ist der Kosmos dadurch entstanden, dass Rangi und Papa durch ihre Kinder voneinander getrennt wurden.

    Die Maori leben in Harmonie mit der Natur, da sie glauben, dass die Götter ihnen Neuseeland geschenkt haben. Wann immer sie etwas aus der Natur nehmen, sprechen sie ein Karakia (eine Art Gebet), womit Sie den Göttern für ihre Gaben danken. Wir haben in unsere Bausteine auf der Nordinsel eine ökologisch-kulturelle Wanderung integriert, wo Ihnen die Bräuche nähergebracht werden. Unser Baustein Maori Forest Trail bietet Ihnen einen guten Einblick in die Maori-Kultur und findet abseits der recht touristischen kulturellen Abendveranstaltungen statt, die oft z.B. in Rotorua angeboten werden.

     

    haka-dance © James Heremaia

    Der Haka – ein ritueller Tanz der Maori

    Da die Maori keine Schrift kennen, geben sie ihre Geschichte anhand von Gesang, Tanz, Erzählungen und Kunst weiter. Die Männer sind bekannt für ihre fantastischen hölzernen Kunstwerke (Whakairo) und fertigen Verzierungen an Schiffen, z.B. Kanus, an. Der Kopf ist für die Maori der wichtigste Körperteil und wird auch häufig in Holz abgebildet. Die hölzernen Masken der Maori sind durch ihren runden, hervorquellenden Augen und einer ausgestreckten Zunge erkennbar. Diese findet man auch während der verschiedenen Kriegstänze (Haka) wieder, wobei die Männer ihre Augen groß machen und die Zunge rausstrecken, um den Feind einzuschüchtern. Dieser Tanz wird auf traditionellen Festen getanzt, wo auch ein Hangi ein fester Bestandteil ist. Ein Hangi ist ein Festmahl, bei dem Fleisch, Fisch und Gemüse in heißer Erde gegart werden. Während so eines Festes können Sie dem Gesang und Tanz der Maori beim Genuss einer herrlichen Hangi-Mahlzeit zusehen.

     

     

    rotorua-tama-te-kaua-meeting-house

    Ein Gemeinschaftshaus in Rotorua

    Die Frauen sind Experten im Weben (Raranga), Flechten und Schilfpanele fertigen. Diese Schilfpanele werden Tukutuku genannt und zur Dekoration der Wände in den Gemeinschaftshäusern aufgehängt. Auch die Tätowierungen (Moko) der Maori sind weltweit bekannt. Moko Gesichtstätowierungen werden immer noch von den Maori getragen, die die Tradition der Vorfahren fortsetzen wollen. Wahrscheinlich sind die Moko aus dem Glauben der Maori entstanden, auf diese Weise ein spirituelles Band mit den Vorfahren zu erhalten. Dieselben Entwürfe, die auf Bildnissen regionaler Götter angebracht werden sollen, werden auch auf die Gesichter tätowiert. Diese Tätowierungen werden gemacht, indem man in das Gesicht geritzte Verzierungen mit Tinte füllt. Die Tinte wird durch das Verbrennen von Raupen und der Rinde oder Harz des Kaparabaums hergestellt. Der Ruß wird in kleinen, dekorierten Döschen aufbewahrt, die als sehr kostbar gelten.