Maori
Die Geschichte der Maori
Viele Jahre bevor die ersten Europäer den Fuß an Land setzten, kamen die Maori nach Neuseeland. Wo sie genau herkommen ist nicht genau zu bestimmen, aber es wird angenommen, dass die Krieger mit Kanus von Französisch Polynesien zwischen 500 und 1300 nach Christus kamen und nach den Sternen und dem Mond navigierten. Doch sie waren nicht die ersten Einwohner Neuseelands. Es sind Überreste von einem Volk, ebenfalls aus Polynesien, gefunden worden, die wir Morimori nennen. Sie kamen bereits um 1200 vor Christus nach Neuseeland. Im Laufe der Jahrhunderte sind die beiden Völker miteinander verschmolzen. Die Maori lebten jahrhundertelang in Stämmen den sogenannten „Tribes“, die über beide Inseln verbreitet waren. Sie waren Krieger aus Leidenschaft und waren daher auch nicht als friedsames Völkchen bekannt. Regelmäßig wurden Kriege geführt und Gefangene aus feindlichen Stämmen wurden zu Sklaven gemacht. Manchmal wurden die Sklaven an die Götter geopfert. Heutzutage sind etwa 14% der knapp 5 Millionen Einwohner Neuseelands Vollblut Maori und ihre Kunst und Traditionen sind ein wichtiger Teil der neuseeländischen Kultur. Maori ist zusammen mit Englisch noch immer eine offizielle Sprache Neuseelands, auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung nur noch Englisch spricht.
|
|
Religion
Die Maori verehren mehrere Götter. Alles beginnt bei Rangi (Vater Himmel) und Papa (Mutter Erde). Aus beiden Göttern entstanden 70 weitere Götter. Nach der Mythologie ist der Kosmos dadurch entstanden, dass Rangi und Papa durch ihre Kinder von einander getrennt wurden.
Die Maori leben in Harmonie mit der Natur, da sie glauben, dass die Götter ihnen Neuseeland geschenkt haben. Wann immer sie etwas aus der Natur nehmen, sprechen sie ein Karakia (eine Art Gebet), womit Sie den Göttern für ihre Gaben danken.
Maori Traditionen
Da die Maori keine Schrift kennen, geben sie ihre Geschichte anhand von Gesang, Tanz, Erzählungen und Kunst weiter.
|
Die Männer sind bekannt für ihre fantastischen hölzernen Kunstwerke (Whakairo) und fertigen Verzierungen an Schiffen, z.B. Kanus, an. Der Kopf ist für die Maori der wichtigste Körperteil und wird auch häufig in Holz abgebildet. Die hölzernen Masken der Maori sind durch ihren runden, hervorquellenden Augen und einer ausgestreckten Zunge erkennbar. Diese findet man auch während der verschiedenen Kriegstänzen (Haka) wieder, wobei die Männer ihre Augen groß machen und die Zunge rausstrecken, um den Feind einzuschüchtern. Dieser Tanz wird auf traditionellen Festen getanzt, wo auch ein Hangi ein fester Bestandteil ist. Ein Hangi ist eine Mahlzeit, bei dem Fleisch, Fisch und Gemüse in heißer Erde gegart werden. Während so eines Festes können Sie dem Gesang und Tanz der Maori beim Genuß einer herrlichen Hangi-Mahlzeit zusehen. Klicken Sie hier wenn es Sie anzieht so ein Fest mitzuerleben.
|
|
Die Frauen sind Experten im Weben (Raranga), Flechten und Schilfpanele fertigen. Diese Schilfpanele werden Tukutuku genannt und zur Dekoration der Wände in den Gemeinschaftshäusern aufgehängt.
|
Auch die Tätowierungen (Moko) der Maori sind weltweit bekannt. Moko Gesichtstätowierungen werden immer noch von Maoris getragen, die die Tradition der Vorfahren fortsetzen wollen. Wahrscheinlich sind die Moko entstanden aus dem Glauben der Maori, auf diese Weise ein spirituelles Band mit den Vorfahren zu erhalten. Dieselben Entwürfe, die auf Bildnissen regionaler Götter angebracht werden, werden auch auf die Gesichter tätowiert. Diese Taetowierungen werden gemacht, indem man ins Gesicht geritzte Verzierungen mit Tinte fuellt. Die Tinte wird durch das Verbrennen von Raupen und der Rinde oder Harz des Kaparabaums hergestellt. Der Ruß wird in kleinen, dekorierten Döschen aufbewahrt, die als sehr kostbar gelten. |


